Unter Druck? Festgefahren? Warum der Unterschied entscheidend ist
Was diese Gefühle unterscheidet – und wie wir mit ihnen umgehen können
Warum mache ich das Ganze?
Damit meine ich heute nicht mein Schreiben als solches. Sondern das Live-Event übermorgen mit Carolyn.
Ich fühle mich nicht gezwungen dazu. Manchmal bereue ich es, mich darauf eingelassen zu haben: Jedes Mal, wenn ich deshalb morgens viel zu früh wach bin. Immer, wenn ich übe, was ich sagen werde und merke, dass ich viel zu sehr in meinem Kopf bin. Und wenn ich mir ausmale, was für eine Katastrophe es werden wird.
Würde ich es absagen, wenn jemand mir eine “Du-kommst-aus-Gefängnis-frei”-Karte geben würde?
Nein.
Ich weiß das, weil Carolyn mir vor ein paar Tagen eine angeboten hat: Sie schlug vor, dass wir auch getrennt live gehen können, jeder in seiner Sprache. Ich wusste – noch bevor sie es fertig ausgesprochen hatte, dass ich das nicht wollte. Auch wenn es mir sofort Erleichterung verschafft hätte.
Ich habe schon oft gehört, dass ich mich zu sehr unter Druck setze. Zu perfektionistisch bin. Das empfinde ich als Kritik, auch wenn es wahrscheinlich hilfreich sein soll. Man möchte mir sagen: “Das ist nicht nötig, ist doch alles gar nicht so schlimm!” Was bei mir ankommt, ist aber: “Du solltest dich ändern. Ich weiß, was gut für dich ist.”
Druck ist dieses Gefühl, das von außen kommt. Jemand, oder etwas, das dir sagt, dass du dich ändern musst. Das Trügerische ist, dass es sich wie eine innere Stimme anfühlt, weil du so etwas viel zu früh und viel zu oft schon gehört hast.
Nein, ich setze mich nicht unter Druck wegen Freitag. Ich stecke fest.
Feststecken bedeutet, die Freikarte aus dem Gefängnis abzulehnen, weil du weißt, dass du das, was kommt genauso sehr willst, wie davor davonzulaufen. Dieses Gefühl kommt von zwei sehr unterschiedlichen und gleichermaßen nützlichen Teilen in dir: Der eine, der dich vor Katastrophen bewahren und der andere, der deinem Nordstern folgen will.
Das Event am Freitag bedeutet für mich, meinem Nordstern zu folgen. Danach ist zwischen “Oh mein Gott, was habe ich getan!” und “Oh mein Gott, ich habe es getan!” alles drin.
Ich hoffe (und hoffe gleichzeitig nicht), dass wir uns dort sehen.
Bis dahin ♥️🌊
Unter Druck stehen
Eine innere oder äußere Stimme, die dir sagt, dass du dich ändern musst.
Was du tun kannst: Dir die Frage stellen, wer da wirklich spricht.
Feststecken
Ein Zustand, in dem es weder vorwärts noch rückwärts geht. Beides unmöglich, weil du keines davon willst.
Was du tun kannst: Warten, denn es geht vorbei. Und wissen, dass die Katastrophe (die passieren kann) weniger schlimm ist, als Aufgeben.
PS: Ein Danke geht raus an Mark, dessen Post mir heute Morgen gezeigt hat, worüber ich noch schreiben musste.





